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Anleitung zur Entnahme von Nmin-Proben

Anwendungsbereich

Laut DüV ist jährlich auf jedem Schlag oder Bewirtschaftungseinheit (außer Dauergrünland, Grünland, Flächen mit mehrjährigem Feldfutterbau) für den Zeitpunkt der Düngung der im Boden verfügbare Stickstoff zu ermitteln. Dies kann über eine Analyse oder durch die Übernahme von Richtwerten erfolgen. Problematisch ist, wenn übernommene Richtwerte von den tatsächlichen Nmin-Werten abweichen. In roten Gebieten ist je Kultur auf einem Schlag/Bewirtschaftungseinheit eine Untersuchung nötig. Anhand dieser Ergebnisse ist es möglich, den Stickstoffdüngebedarf zu verschiedenen Kulturen im Frühjahr zu ermitteln. Eine Probenahme im Herbst dient der Kontrolle der Nmin-Restgehalte.

Zeitpunkt der Probenahme

  • Zwischen der Nmin-Probennahme und der letzten Bodenbearbeitung/Düngung müssen mindestens sechs Wochen liegen.
  • Frühjahr bei einer Winterung: zu Vegetationsbeginn, ca. ein bis zwei Wochen vor der Düngung.
  • Frühjahr bei einer Sommerung: ca. ein bis zwei Wochen vor der Düngung.
  • Herbst: November nach Vegetationsende.

Geräte, Material, Werkzeuge

  • Pürckhauer Bohrstock
  • Schlaghammer aus Kunststoff oder Holz
  • Eimer (evtl. verschiedene Farben), Kunststoffbeutel
  • Kühltasche mit Kühlelementen

Anzahl und Auswahl der Entnahmestellen

Eine Probe besteht aus 15-20 Einstichen, die gleichmäßig über die Fläche verteilt sein müssen. Auf stark heterogenen Schlägen sollten weitere Proben entnommen werden.

Probenahme

  • Boden an der jeweiligen Entnahmestelle festtreten.
  • Pürckhauer Bohrstock nach jedem Schlag drehen, damit der Stab später besser herausgezogen werden kann.
  • Auf Böden, die im Unterboden Steine oder Kies enthalten, reicht eine Tiefe bis 30 cm oder 60 cm.
  • Für Sommergerste, Hafer und Kartoffeln genügt die Beprobung der Horizonte 0-30 cm und 30-60 cm.
  • Bohrstock unter langsamem Drehen herausziehen.
  • Bevor das Bodenmaterial in die Eimer gefüllt wird, sind die oberen 2 bis 3 cm aus dem jeweiligen Bohrkern zu entfernen.
  • Bohrkerne mit Hilfe des Nutauskratzers getrennt in die Eimer (0-30 cm, 30-60 cm, 60-90 cm) entleeren.
  • Vor jedem neuen Einschlag vorhandene Bodenreste im bzw. am Bohrstock entfernen.

Verpackung, Aufbewahrung, Transport

  • Für die Analyse benötigen wir ca. 500 g Erde/Probe.
  • Boden in die ausreichend mit wasserfestem Stift beschrifteten (Betrieb, Schlagbezeichnung, Tiefe, Datum der Probenahme) Kunststoffbeutel füllen.
  • Proben in Kühltaschen mit Kühlelementen sofort zur Untersuchung ins Labor bringen oder im Kühlschrank bei Temperaturen von maximal +2 °C aufbewahren.
  • Es muss sichergestellt sein, dass die Proben bis zur Abgabe im Labor diese Temperatur nicht überschreiten.
  • Versenden Sie Ihre Proben möglichst in der ersten Wochenhälfte.
  • Die Proben sollten im tiefgefrorenen Zustand zwischengelagert und transportiert werden. Geeignete Kühlboxen und Kühlakkus stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.
  • Kennzeichnen Sie das Paket außen mit: "Nmin-Proben"

Nutzen Sie unseren Abhol-Service für Ihre Proben:

  • Ab 20 Bodenproben: Kostenlose Bereitstellung und anschließende Rückholung der Kühlbox.
  • Unter 20 Bodenproben: Servicegebühr für Bereitstellung und anschließende Rückholung der Kühlbox 20,00 €.
  • Für nicht oder unvollständig zurückgesendete Kühlboxen werden 4 Wochen nach Lieferdatum 30,00 € in Rechnung gestellt.

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