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Unsere Statistik hat ergeben, dass viele unserer mikrobiologisch getesteten Wasserproben aus dem Bereich Leitungswasser Grenzwertüberschreitungen aufweisen.

So lagen 16% der Analysen auf die Koloniezahl über dem von der Trinkwasserverordnung geforderten Grenzwert.
Bei den Legionellen-Analysen wurde sogar in 19% der Fälle eine Belastung festgestellt.
Hier erfahren Sie, wo die Gefahren in Ihrem Leitungssystem lauern und wie sie zu umgehen sind….

Energiekosten-Einsparung:
Energiesparen ist in aller Munde und so wird häufig die Temperatur des Warmwassers reduziert. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur trotzdem immer noch an allen Entnahmestellen mindestens 55 °C beträgt.
Gerade zwischen 20 und 50 °C herrschen für viele Bakterien optimale Wachstumsbedingungen, sodass sie sich exzessiv vermehren können.
Gleichzeitig sollte das Warmwasser regelmäßig an allen Entnahmestellen genutzt werden, um eine Verkeimung der Armatur zu verhindern. Nach spätestens 3 Tagen Stagnation sollte das komplette Leitungssystem einmal vollständig durchgespült werden (zunächst mit Heiß- und dann mit Kaltwasser) . Dabei sollte mit der entferntesten Entnahmestelle begonnen werden. Ein erfolgreiches Spülen kann anhand der Temperatur überprüft werden. Das Kaltwasser wird plötzlich ganz kalt, wenn das frische Wasser vom Trinkwasserversorger den Wasserhahn erreicht.

Schlechte Isolierung von Kaltwasserleitungen:
Wenn die Außentemperaturen sinken, beginnen wir damit, unsere Wohnräume zu heizen.
Durch die Wärmeentwicklung können sich allerdings auch schlecht isolierte Kaltwasserleitungen (vor allem wenn sie zu nah an Heizleitungen verbaut sind) erwärmen, sodass auch hier ein Risiko der Verkeimung besteht.
Das Kaltwasser sollte an jeder Entnahmestelle (auch nach längerer Stagnation) bereits nach 30 Sekunden niedrigere Temperaturen als 25 °C zeigen.

Lüftungsanlagen oder Luftbefeuchter:
Um der trockenen Heizungsluft entgegenzuwirken, werden in vielen Haushalten Luftbefeuchter eingesetzt. Hier sollte zwingend die vom Hersteller empfohlene regelmäßige Reinigung durchgeführt, sowie entsprechende Desinfektionslösungen für den Vorratsbehälter eingesetzt werden. Andernfalls können sich Bakterien im Filtermaterial ansiedeln, weiter vermehren und werden dann über die Lüftung im Raum verteilt.

Ungeeignete Materialien in der Trinkwasserinstallation:
In vielen belasteten Analysen liegt die Ursache an der Armatur selbst oder an endständigen Aufbereitungsanlagen.
Besonders anfällig für eine Verkeimung sind Kunststoffmaterialien wie Gummischläuche in ausziehbaren, flexiblen Wasserhähnen.
Auch schlecht gewartete Aufbereitungsanlagen bergen ein Risiko für Bakterienansammlungen in Form eines Biofilms.
Eine regelmäßige Wartung entsprechend der Hersteller-Empfehlung wird daher dringend empfohlen.

Selten genutzte Entnahmestellen oder sogenannte Totleitungen:
In älteren Gebäuden kommen gelegentlich sogenannte Totleitungen (Leitungsstück, bei dem die Entnahmestelle zurückgebaut wurde, das Rohr aber noch in der Wand liegt) vor, in denen ständig Wasser stagniert. Eine solche Stagnation stellt immer eine Verkeimungsgefahr dar. Totleitungen müssen durch ein Fachunternehmen zurückgebaut und somit vollständig vom Rest der Trinkwasserinstallation getrennt werden.
Ähnlich verhält es sich mit selten genutzten Entnahmestellen. Hier sollte eine lange Stagnation durch ein regelmäßiges Spülen (alle 3 Tage zunächst mit Heiß- und dann mit Kaltwasser) verhindert werden.

Eine umfangreiche mikrobiologische Analyse (z.B. Hygienepaket Premium) gibt Aufschluss über den hygienischen Zustand des Wassers und des Leitungssystems.


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