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Pseudomonas aeruginosa - das sollten Sie wissen

Wie andere Bakterien auch, haftet sich Pseudomonas aeruginosa an feinste Poren/Unebenheiten des Leitungssystems an und bilden dort einen Biofilm aus. Das Wachstum der Biofilme wird gefördert durch Nährstoffe (z.B. in Brunnenwasser), Gummi-Materialien (z.B. ausziehbare Küchenarmatur), Elastomere (z.B. Kunststoffleitungen) und Silikone.
Dort, wo Wasser nicht stark erwärmt wird und über längere Zeit steht, können sie sich dann in Biofilmen massenhaft vermehren und zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem werden.
Quellen von Belastungen sind Fremdkörpersysteme wie Harnwegskatheter, Venenkatheter, Beatmungstuben, aber auch akute Verletzungen wie Verbrennungen.
Der Eintrag von Pseudomonas aeruginosa ins Trinkwassersystem kann aufgrund von kontaminierten Materialien bei Bauarbeiten am Leitungsnetz oder bei Arbeiten an bestehenden bzw. neu errichteten Trinkwasser-Installationen erfolgen.
Zur Absicherung wird empfohlen, besonders nach Neubau bzw. nach der Durchführung von Bauarbeiten an der Hausinstallation, die Trinkwasserqualität durch eine Analyse auf Pseudomonas aeruginosa zu prüfen.

Eine Infektion kann sich in Form von Wundinfektionen, Ohrinfektionen, Bindehautentzündungen oder Haarbalginfektionen äußern. Der Infektionsweg ist dabei der Kontakt von kontaminiertem Wasser mit verletzter Haut, oder die Reinigung und Aufbewahrung von Kontaktlinsen in kontaminiertem Wasser.
Wird eine Belastung mit Pseudomonas aeruginosa (> 1 KBE/100 ml)  festgestellt, müssen Sie das zuständige Gesundheitsamt benachrichtigen. Dann sind weitergehende Untersuchungen notwendig, sowie eine chemische oder thermische Desinfektion des Leitungsnetzes. Die Ursachen der Belastung, die Kontaminationsquelle und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen müssen ermittelt werden. Hierzu sind amtliche, akkreditierte Probenahmen und Analysen erforderlich, die wir Ihnen nicht anbieten können.

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