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FAQ Wasseranalyse

Brunnenwasser

Ich habe coliforme Keime, Escherichia Coli und/oder Enterokokken im Brunnenwasser, woran liegt das und was kann ich tun?

Eine Belastung durch diese Bakterien und Keime deutet auf eine fäkale Verunreinigung des Wassers hin.

Bei Brunnen erfolgt dies häufig, wenn Undichtigkeiten bestehen, sodass kleinere Tiere (z.B. Mäuse, Insekten, Schnecken, Frösche) in den Brunnen eindringen können. Auch oberflächlich ablaufendes Regenwasser kann die Ursache für eine solche Belastung sein.

Um eine erneute Verunreinigung zu verhindern, sollte der Brunnen zunächst vollständig abgedichtet werden. Im Anschluss kann eine Chlorung des Brunnens vorgenommen werden. Dazu eigenen sich Chlortabletten, die zur Desinfektion von Swimming-Pools verwendet werden. Wichtig dabei ist, das komplette Leitungssystem zu chloren und auf eine entsprechende Dosierung zu achten. Außerdem sollte der Brunnen im Anschluss an die Chlorung gründlich gespült werden.

Leitungswasser

Die Koloniezahl ist erhöht, woran liegt das und was kann ich tun?

Die Bewertung Ihres Wassers wurde von uns nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung durchgeführt. Da der Wert der Koloniezahl über dem in der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Grenzwert liegt, wird das Wasser dann sofort als „unbrauchbar“ angegeben. Die beiden Parameter der Koloniezahl geben einen Überblick über den allgemeinen hygienischen Zustand eines Wassers. Bei diesen Bakterien muss es sich nicht um schlechte, krankmachende Bakterien handeln, man kann es jedoch auch nicht ausschließen. Die angegebenen Temperaturen stellen die Bebrütungstemperatur dar. Das bedeutet, dass bei 22 °C eher kälteliebende Bakterien wachsen, bei 36 °C eher wärmeliebende.

Haben Sie das Wasser nach unserer Empfehlung entnommen? Sprich den Perlator abgeschraubt und den Hahn vor der Entnahme desinfiziert? Bakterien und Keime setzen sich häufig an dem Gitter des Perlators fest, vor allem wenn dieser mit einem Kalkfilm überzogen ist.

Um dem entgegen zu wirken, sollten Sie regelmäßig (alle 1 bis 2 Tage) mit Heißwasser spülen (bitte auch die Temperatur des Heißwassersystems prüfen, diese sollte bei mind. 60 °C liegen). Anschließend sollten Sie mit kaltem Wasser nachspülen. Ebenfalls sollten Sie regelmäßig den Perlator in Essigwasser entkalken. Eine weitere Ursache stellen schlecht gewartete Wasserfilter dar. In der Nähe der Wasseruhr befindet sich oftmals ein Vorfilter, der regelmäßig zurück gespült werden sollte. Wenn Sie eine Armatur mit einem ausziehbaren Wasserhahn haben, sollten Sie den darin verbauten Schlauch regelmäßig auskochen oder auf eine andere Armatur wechseln, da sich hier oft Biofilme bilden, in denen Bakterien optimale Wachstumsbedingungen haben.

Weitere Ursachen könnten sein:

  • sogenannte Totleitungen, in denen Wasser stagniert (oftmals in älteren Häusern, bei denen Entnahmestellen zurückgebaut wurden, die Leitungen jedoch nicht)
  • selten genutzte Entnahmestellen
  • kürzlich durchgeführte Montagearbeiten an der Hausinstallation
  • (sonstige Fehler bei der Probenahme: versehentlich die Innenseite des Behälters/Deckels mit den Fingern berührt; Probe nicht umgehend verschlossen)

Um sicher zu gehen, dass die Belastung nach diesen Maßnahmen behoben wurde, können Sie eine Nachkontrolle der Koloniezahl durchführen lassen (19,95 €).

Kupfer, Nickel und/oder Zink ist erhöht, woran liegt das und was kann ich tun?

Erhöhte Konzentration an Nickel, Zink und Kupfer beobachten wir häufig bei entweder sehr alten Leitungssträngen/Armaturen oder bei neu installierten. Dies liegt daran, dass sich bei neuen Leitungen/Armaturen noch keine schützende Kalkschicht innerhalb der Rohre gebildet hat, sodass sich Metalle aus dem Material lösen können. Die Werte sollten, wenn die Ursache an der neuen Armatur liegt, im Laufe der Zeit geringer werden. Um sicher zu gehen, dass die Ursache tatsächlich an der neuen Armatur lag und nicht am weiteren Leitungssystem, können Sie nach einem halben bis ganzen Jahr nochmals eine Untersuchung durchführen lassen.

Kleiner Tipp: lassen Sie das Wasser morgens vor der ersten Nutzung etwas laufen, um das Wasser, das über Nacht in der Leitung stagniert ist, herauszuspülen.

Fragen zum Analyseergebnis

Was bedeutet BG?

Die Angaben "<BG" bedeuten, dass der Messwert kleiner als die Bestimmungsgrenze ist. Der angegebene Wert stellt in diesem Fall die Bestimmungsgrenze dar (z.B. für Arsen: <8 µg/L bedeutet "kleiner als 8 Mikrogramm pro Liter"). Unser Messgerät kann kleinere Konzentrationen als diese Grenze nicht eindeutig bestimmen, weshalb dieser statistisch errechnete Wert angegeben wird. Da der Wert jedoch unterhalb des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung liegt (z.B. 10 µg/L Arsen), besteht kein gesundheitliches Risiko für Sie.

Kann ich die Analyse beim Gesundheitsamt einreichen?

Unsere Wasseranalysen dienen nur der persönlichen Information. Sie können nicht für das Gesundheitsamt, gutachterliche Nachweise sowie juristische Auseinandersetzungen genutzt werden.

Für eine amtliche Analyse muss ein akkreditierter Probenehmer bei Ihnen vor Ort die Probe entnehmen. Dies läuft bei uns anders ab: Sie würden von uns ein Probenahmeset zugeschickt bekommen, womit Sie selber die Probe entnehmen und zu uns zurück senden.

Wie lange dauert die Analyse?

Die Wasseranalyse dauert circa 1 bis maximal 1,5 Wochen nach Laboreingang.

Wie erhalte ich mein Analysenergebnis?

Den Analysenbefund erhalten Sie, wenn angegeben, per E-Mail. Ansonsten wird das Ergebnis mit der Post versandt.