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Legionellen - das sollten Sie wissen

79% der Legionellen-Infektionen stammen aus dem privaten Umfeld. Im Sommer und Herbst steigt die Zahl der Infektionen Freizeitaktivitäten, Klimabedingungen und Wassertemperatur.
Legionellen sind wärmeliebende, stäbchenförmige Bakterien, die in feuchtem Erdreich und in Süßwasser vorkommen. In Salzwasser können sie nicht überleben.
Legionellen vermehren sich bevorzugt zwischen 25 °C und 45 °C.

Wie andere Bakterien auch, haften sich Legionellen an feinste Poren/Unebenheiten des Leitungssystems an und bilden dort einen Biofilm aus. Sie bevorzugen auch ölige Beläge, wie sie z.B. durch Mangan gebildet werden (z.B. aus Brunnen). Das Wachstum der Biofilme wird gefördert durch Nährstoffe (z.B. in Brunnenwasser) , Gummi-Materialien (z.B. ausziehbare Küchenarmatur), Elastomere (z.B. Kunststoffleitungen) und Silikone.
Dort, wo Wasser nicht stark erwärmt wird und über längere Zeit steht, können sie sich dann in Biofilmen massenhaft vermehren und zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem werden.
Quellen von Belastungen sind Duschanlagen, Schwimmbäder, Whirlpools, Klimaanlagen mit Luftbefeuchtung, Hochdruckreiniger, Mundduschen, Geschirrspülbrausen, Autowaschanlagen, Springbrunnen und Kühltürme. 
Anfällig sind vor allem große Wasserspeicher mit über 300 Liter Inhalt. Wenn es warm genug ist, kommen auch Leitungen in Frage, in denen das Wasser lange gestanden hat.

Unter diesen Umständen oder wenn Ihr Wassertest eine erhöhte Koloniezahl bei 36 °C Bebrütungstemperatur zeigt, ist ein Legionellen-Test empfehlenswert.

Gefährlich werden die Legionellen, wenn sie über feinste Wassertröpfchen (Aerosole) in die Lunge geraten, z.B. durch Inhalation beim Duschen.
Dort können sie die meldepflichtige Legionellose (auch Legionärskrankheit genannt) , eine Art Lungenentzündung hervorrufen. Symptome sind hohes Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Durchfall, Muskel- und Gelenkschmerzen, extremen Kopfschmerzen und möglicherweise weitere schwerwiegende Komplikationen. Jährlich fallen schätzungsweise 4.500 Menschen dieser Krankheit zum Opfer.
Eine andere Erkrankungsform ist das Pontiac Fieber, dass ähnlich einer Sommergrippe harmlos verläuft.

Über die Haut oder den Verdauungstrakt lösen sie keine Erkrankung aus. Daher kann belastetes Wasser durchaus zum Trinken, Wäschewaschen und Geschirrspülen genutzt werden.

Bisher sind 60 Legionellen-Arten bekannt. Wir prüfen bei unserem Test auf Legionella pneumophila. Sie ist laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) gefährlichste Art, die etwa 90% aller Erkrankungen auslöst.
Wir bieten Ihnen eine orientierende Analyse, d.h. wir stellen fest, ob eine Kontamination vorliegt und wie stark sie ist.

Wird eine Belastung mit Legionellen (> 100 KBE/100 ml)  gemessen, müssen Sie das zuständige Gesundheitsamt benachrichtigen. Dann sind weitergehende systemische Untersuchungen notwendig. Die Ursachen der Belastung, die Kontaminationsquelle und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen müssen ermittelt werden. Hierzu sind amtliche, akkreditierte Probenahmen und Analysen erforderlich, die wir Ihnen nicht anbieten können:

Legionellen können durch Erhitzen des Wassers abgetötet werden. Hierzu sind aber höhere Temperaturen notwendig: Ein sicheres, schnelles Abtöten ist erst bei Temperaturen über 70 °C gewährleistet.

Zum Legionellen-Test