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Mineralstoffe

Natrium

Natrium ist ein lebensnotwendiges Element und kommt praktisch in allen Wässsern vor. Werden Ionenaustauscher zur Wasserenthärtung eingesetzt, werden die Härtebildner Kalzium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht. Dies kann zu einem beträchtlichen Anstieg der Natriumkonzentration führen. Säuglinge reagieren besonders empfindlich auf Natrium, da ihre Nieren noch nicht ganz ausgereift sind. Eine erhöhte Aufnahme beeinträchtigt auch die Darmflora des Kindes. Die Enthärtungsanlagen sollten deshalb so eingestellt werden, dass das Gleichgewicht zwischen Kalzium, Magnesium und Natrium nicht aus den Fugen gerät und die Wasserhärte nicht zu niedrig ist.

Nitrat

Nitrat gelangt durch Mineralisation organischer Masse, durch Einträge von Stickoxiden als salpetrige Säure, durch die Nitrifizierung von Ammonium-Stickstoff aus Gülle und Stallmist und über Mineraldünger in den Boden. Ist das Angebot von Nitrat höher als der Bedarf der Pflanze oder liegt ein erhöhtes Nitratangebot außerhalb der Vegetationsperiode im Boden vor, so besteht die Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser. Dies ist nicht nur ein ökonomischen Schaden und eine Verschlechterung der Düngeeffizienz, sondern auch eine Gefahr für das Grundwasser. Nitrat selbst ist relativ ungefährlich für den Menschen und wird über die Nieren ausgeschieden. Gefährlich am Nitrat ist, dass es im Magen zu Nitrit reduziert werden kann. Eine hohe Aufnahme von Nitrat bzw. Nitrit stellt für den Menschen ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar. Es kann zu einer sogenannten Methämoglobinämie (Blausucht) bei Säuglingen kommen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass sich aus Nitrit und Aminen (Eiweissbausteinen) Nitrosamine bilden können. Sie gelten als krebserregend. Für Nitrat würde ein Grenzwert von 50 mg/l, für Nitrit 0,5 mg/l festgelegt. Die Summe der Nitratkonzentration geteilt durch 50 und der Nitritkonzentration geteilt durch drei darf nicht größer als 1 sein.

Ammonium

Die Toxizität von Ammonium ist gering. Allerdings ist Ammonium ein Indikator für die Verunreinigung des Brunnenwassers durch Abwasser, Gülle oder Jauche. Es gilt ein Grenzwert von 0,5 mg/l.